Zehn Tipps für die Frühjahrsaussaat
Ist die Saat nicht aufgegangen, so führt man das häufig auf Qualitätsmängel des Saatgutes zurück. Oft tragen jedoch Fehler vor oder bei der Aussaat, wie ungünstige Bodenvorbereitung, zu flaches oder zu tiefes Säen, Austrocknung oder Verschlämmung des Bodens und Schädlingsbefall dazu bei, dass das Saatgut nicht aufläuft.
Deshalb hier zehn Tipps zur optimalen Aussaat:
- Beginnen Sie mit der Bodenbearbeitung und Aussaat erst dann, wenn der Boden abgetrocknet ist und nicht mehr schmiert. Das Warten lohnt sich. Nicht der frühe Saattermin ist ausschlaggebend für den Ertrag, sondern die optimalen Bedingungen.
Das erste junge Gemüse im Hochbeet des Bäuerlichen NutzgartenNadja Krause - Außerdem benötigen die Gemüsearten zur Keimung bestimmte Mindesttemperaturen (Möhren 5 °C, Petersilie 6 °C, Porree und Zwiebeln 8 bis 10 °C, Bohnen 10 bis 12 °C, Gurken über 12 °C). In der kalten Erde würden die Samen an Vitalität und Keimkraft verlieren.
- Ein ideales Saatbeet sollte feinkrümelig, gleichmäßig belüftet und unkrautfrei sein. Vor der Aussaat sollten Sie den Boden mit dem Kultivator auflockern und anschließend mit der Harke fein krümeln.
- Je feiner der Samen, desto feinkrümeliger sollte die Erde vorbereitet werden.
- Verwenden Sie zur Aussaat hochwertiges Saatgut sowie bewährte und empfehlenswerte Sorten. Die Auswahl geeigneter Sorten ist der Grundstein für Ihren Erfolg im Garten, denn Qualität, Gesundheit und Geschmack sind Eigenschaften, die sortentypisch sind. Es gibt inzwischen eine große Auswahl an ertragreichen widerstandsfähigen oder resistenten Sorten, die robust und gesund heranwachsen. Besonders leistungsfähig sind Hybrid-Sorten. Der höhere Preis macht sich jedoch bei der Ernte bezahlt.
- Rechtzeitige Planung und ein früher Einkauf von Saatgut geben Ihnen die Sicherheit, die gewünschten Sorten auch zu bekommen.
- Es sollte nicht zu tief gesät werden. Samen, die zu tief in die Erde gelangen, können unter Kälte, Feuchtigkeit und Luftmangel leiden. Als Faustregel gilt: den Samen nur bis zu seiner dreifachen Stärke mit Erde bedecken. Ausnahmen bilden Erbsen, die besonders tief gesät werden sollten, da sie nach der Keimung noch in der Erde Bitterstoffe bilden, die die Vögel vom Verzehr der Keimlinge abhalten.
- Es sollte nicht zu dicht gesät werden, da sich sonst Licht- und Luftmangel einstellen können. Am meisten Gefühl für das Saatgut besitzt man, wenn man es aus der Hand heraussät. Den Inhalt der Samentüte auf die Handfläche oder bei feinerem Saatgut in ein flaches Schälchen geschüttet und die Aussaat gelingt, wenn Sie den Samen mit den Fingerspitzen in geringem Abstand über der Rille in die Erde streuen. Feines Saatgut kann zudem mit Sand vermischt werden, dann wird es automatisch dünner gesät.
- Bei langsam keimenden Gemüsearten wie Möhren, Zwiebeln, Petersilie und Porree (Keimdauer 14 bis 28 Tage) ist es ratsam, eine Markiersaat mit schnellkeimenden Gemüsearten wie Salat, Radieschen oder Spinat (Keimdauer 5 bis 10 Tage) vorzunehmen. Die schnell keimenden Samen laufen auf und zeigen den Verlauf der Reihen an, was das Hacken vereinfacht. Die Markiersaat sollte sparsam verwendet werden und sofort nach Auflauf der langsam keimenden Gemüseart entfernt werden.
- Nach dem Schließen der Saatrillen den Boden mit dem Harkenrücken andrücken, um Bodenschluss herzustellen. Zu lockere Erde verhindert das Aufsteigen von Feuchtigkeit zum Keimling. Bodenschluß ist besonders wichtig bei Möhren, Zwiebeln, Feldsalat und bei der Verwendung von Saatbändern. Aussaaten an Ort und Stelle sollten Sie nicht gießen. Eine Ausnahme bilden Petersilie und pilliertes Saatgut.
Haben Sie Fragen dazu? Dann rufen Sie uns gerne an. Das kostenlose Gartentelefon ist montags von 9 - 12 Uhr unter der Telefonnummer 04403 - 98 38 11 besetzt.
Kontakte



Mulchmaterialien für den Garten
In heißen Sommern wird Wasser sparen immer wichtiger. Eine einfache Möglichkeit ist das Mulchen der Beetflächen. So wird die Verdunstung reduziert und die Gießintervalle können vergrößert werden. Außerdem …
Mehr lesen...
Selber naturnah Gärtnern - so geht`s praktisch
Gemüse wie Salat, Gurke, Tomate oder auch Kräuter und Sommerblumen selber aussäen, pflanzen und ernten. Ein Traum? Für jede Gartengröße gibt es Möglichkeiten selber zu säen und zu ernten. Man muss nur wissen, …
Mehr lesen...
Naturnah Gärtnern - nachhaltig besonders in Zeiten des Klimawandels
Aktueller Klimareport, Wetteraufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes seit 70 Jahren machen den Klimawandel deutlich: Sommer- und Hitzetage nehmen zu, es gibt weniger Frost- und Eistage aber mehr Hitzeereignisse. Diese Veränderungen …
Mehr lesen...
Fachexkursionen zu ländlichen Gärten
Ländliche private Gärten ansehen und von den Gartenbesitzern wertvolle Infos zur Gartenpflege, zur Bodenverbesserung oder zur Gartengestaltung bekommen: das schätzen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der alljährlich organisierten…
Mehr lesen...
Seminare des Teams Garten, Hof- und Dorfgrün im Frühjahr 2025 in Niedersachsen
Obstbäume fachgerecht schneiden, ein Staudenbeet mit klimaangepassten Stauden planen, Kräuter vor der eigenen Haustür kennenlernen und Kräuterexpertin werden oder Kräuter zur Stärkung des menschlichen K&…
Mehr lesen...
Blumenzwiebeln im ländlichen Garten
Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen, Krokusse oder Hyazinthen müssen im Herbst gepflanzt werden, um im Frühjahr herrliche Blüten zeigen zu können. Blumenzwiebeln pflanzen ist ganz einfach: 8-18 cm tief in die Erde setzen - je …
Mehr lesen...Weitere Arbeitsgebiete
Veranstaltungen

Freizeitgartenbau: Selbstversorgung auf Balkon und Terrasse - Wie geht das?
04.04.2025
Selbstversorgung mit Gemüse und Obst wird immer beliebter und ist auch auf dem Balkon und der Terrasse möglich. Die bereits oft milden Temperaturen im April ermöglichen uns, Kästen und Kübel mit Gemüse zu bepflanzen oder…
Mehr lesen...
Freizeitgartenbau: Der Bäuerliche Nutzgarten im April - Startklar für die Gemüsesaison
23.04.2025
Gleich nach Ostern starten wir munter in die Gartensaison mit dem ersten Termin für den Bäuerlichen Nutzgarten. Dieser Themengarten ist einer der beliebtesten Mustergärten im Park der Gärten. Kein Wunder, denn unsere Kolleginnen …
Mehr lesen...
Freizeitgartenbau: Heckenauswahl - Sortenauswahl, Qualitäten und fachgerechte Pflanzung
25.04.2025
Einmal im Leben kommt vermutlich jede/r Grundstücksbesitzer*in in die Situation, sein Grundstück begrenzen zu müssen. Vielleicht ist nur der Austausch der alten Hecke geplant, evtl. hat man gerade neu gebaut, die Nachbarschaft oder …
Mehr lesen...
Freizeitgartenbau: Abendspaziergang im Mai - Frühlingshafte Stauden und Zwiebelpflanzen
08.05.2025
Abends im Park der Gärten ist die Stimmung sehr friedlich. Wir nutzen den Ausklang des Tages mit einem Spaziergang durch die Themengärten und nehmen uns für den Mai das Thema frühlingshafte Stauden und Zwiebelpflanzen vor. Anfang …
Mehr lesen...
Freizeitgartenbau: Der Sommer zieht ein - Sommerblumenvielfalt im eigenen Kübel
09.05.2025
Es heißt nicht umsonst: Alles neu macht der Mai! Die erste Sommerbrise weht uns um die Nase und so schön Hornveilchen, Primeln & Co. sind, langsam wird es Zeit für Sommerblumen. Balkon und Terrasse sollen bis in den Herbst in …
Mehr lesen...
Freizeitgartenbau: Alternativen zum klassischen Rasen - von Kräuterrasen, Blumenwiesen und Co.
15.05.2025
Bei diesem Termin, besprechen wie Alternativen zum klassischen Rasen. Viele Hobbygärtner*innen wünschen sich eine pflegeleichte und insektenfreundliche Alternative zum Rasen. Doch dabei stellen sich einige Fragen: Was kann …
Mehr lesen...