Das Ende der Zettelwirtschaft
Sind Sie Fan von Notizblöcken und Schmierpapier und verzetteln sich manchmal dabei? Struktur und Ordnung bringen virtuelle Notizbücher, etwa OneNote von Microsoft. Hier können Sie alles nach Lust und Laune erfassen und sortieren: Notizen, Links zu Internetseiten, Fotos, Videos oder Daten aus E-Mails.

Wie sind OneNote-Notizbücher aufgebaut?
In OneNote hantiert man mit Notizbüchern, Abschnitten und Seiten. Ein Notizbuch ist vergleichbar mit einer Ordnungsmappe mit farbigen Trennern. Microsoft digitalisiert diese Mappen. Die Trenner heißen Abschnitte. Jeder Abschnitt kann beliebig viele Seiten enthalten. Der Vorteil: Man kann unendlich viele Notizbücher, Abschnitte und Blätter nutzen und muss weder Mappen noch Papier nachkaufen.
Speichern ist nicht notwendig.
Schnelligkeit ist Trumpf bei OneNote. Einen Speicherbutton sucht man vergeblich. Nach dem Schließen des Programms sind automatisch alle neuen Einträge erfasst. Benötigt man einen neuen Abschnitt, genügt ein Klick auf das Plus. Jeder neue Abschnitt heißt "neuer Abschnitt", kann aber mit einem Rechtsklick anders benannt werden. Mit gedrückter linker Maustaste können die Abschnitte in eine andere Reihenfolge geschoben werden.
Finden mit Strg F
Wer auf Ordnung und Struktur steht, kann verschiedene Abschnitte einrichten und sogar nach Farben sortieren. Wer eher chaotisch veranlagt ist, dem kommt die Suchfunktion zu Gute. Die Tastenkombination Strg F steht für FINDEN. Übrigens auch in allen anderen Programmen (Word, Excel, im Explorer oder im Internet). Das heißt, man kann völlig unsortiert Eingaben machen. Das geht in einem Zettelkasten nicht.
Synchronisation – so klappt es
Um Notizbücher immer und überall nutzen zu können, werden sie in einer Cloud gespeichert. Eine Cloud ist ein Speicherort im Netz. Von dort aus werden die Dateien dann per Internet auf alle verfügbaren Geräten verteilt. Das heißt, die Daten werden zwischen PC, Laptop, Tablet und Smartphone ständig abgeglichen. Jede Datei wird auf jedem Gerät automatisch aktuell gehalten, sprich: synchronisiert.
Bei Änderungen automatisch alle synchronisieren - Am Computer ist das die Idealeinstellung. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Notizbuch und wählen Notizbuch-Synchonisierungsstatus aus. Alternativ können Sie per Hand synchronisieren. Das bietet sich an, wenn Sie auf dem Laptop arbeiten und nicht mit dem Internet verbunden sind, eine schlechte Datenleitung haben oder im Funkloch stecken. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das Notizbuch und dann auf Dieses Notizbuch jetzt synchronisieren. Oder drücken Sie die Tastenkombination Shift F9.
Am Smartphone können Sie in den Einstellungen festlegen, ob die Notizbücher unterwegs immer synchronisiert werden sollen oder nur bei einer bestehenden WLAN-Verbindung. Das sollte man vom Mobilfunkvertrag und dem Datenvolumen abhängig machen.
Gutes Team: OneNote und Outlook
Sie sammeln in OneNote Ideen für ein neues Büro? Jemand schickt Ihnen eine Info zu einem praktischen Schrank per E-Mail. Diese Info soll nun in OneNote geschoben werden. Dazu öffnen Sie in Outlook die Mail und klicken dann in der Registerkarte Start das Symbol OneNote an; es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie auswählen können, in welchem Abschnitt die Mail eingefügt werden soll. Der Name der Seite ist automatisch der Betreff der Mail. Mit der rechten Maustaste kann man den Seitennamen umbenennen.
Umgekehrt kann man in OneNote erfasste Seiten über Outlook an Kontakte senden. Hierzu wählen Sie den Befehl Seite per E-Mail senden in OneNote aus. Es erscheint ein Outlook-Fenster mit dem Inhalt der OneNote-Seite. Nun geben Sie den Empfänger ein und schicken die Notiz auf die Reise.
Seiteneigenschaften anpassen
Eine neue Seite in OneNote ist grundsätzlich weiß. Man kann sie auch mit Rändern, Linien oder Kästchen versehen. Hierzu öffnen Sie die Registrierkarte Ansicht und gehen auf das Symbol Hilfslinien. Wer es bunt mag, verpasst den Linien unter Linienfarbe Lineal noch eine Färbung.
Eine neue Seite in OneNote hat keine festen Begrenzungen. Das ist praktisch für das grenzenlose Sammeln von Infos. Doch sobald es ans Ausdrucken geht, kann es schwierig werden. Um das Papierformat einer OneNote-Seiten einzustellen, öffnen Sie die Registrierkarte Ansicht und wählen das Symbol Papierformat. Praktisch ist die Standardgröße DIN A4.
Wie gebe ich mein Notizbuch für andere frei?
Sie können ein Notizbuch für sich alleine nutzen. Sie können es aber auch mit anderen teilen. Das ist ideal, um zusammen etwas zu planen: Gemeinsamer Einkaufzettel, Wunschzettel, "Schlachtplan" für die nächste Party, Einrichtung des neuen Büros. Hier werden die Infos gesammelt, und alle sind immer auf demselben Stand. Wer ein Notizbuch anderen zugänglich machen möchten, öffnet es und klickt die Registerkarte Datei und dann Freigeben an. Es folgt ein Klick auf im Web oder Netzwerk freigeben. Nun werden die anderen Personen per E-Mail hinzugefügt. Man hat die Wahl zwischen zwei Freigaberechten: Bearbeitung oder Lesen.
Gibt es Alternativen zu OneNote?
Neben OneNote aus dem Haus Microsoft gibt es weitere virtuelle Notizbücher: Mit Evernote kann man bequem am PC und auch mobil Notizen erstellen. Es gibt kostenpflichtige Versionen, die kostenlose Basis-Version reicht für den Hausgebrauch aus. Ebenfalls praktisch: Google Keep. Dafür ist ein Google-Konto nötig, das aber viele sowieso haben, wenn Sie ein Android-Smartphone nutzen. Wer Apple mag, ist mit Outline (zu Deutsch: Gliederung) gut bedient. Kostenpunkt: 15 Euro.
Kontakte

Anne Dirking
Allgemeine Weiterbildung, Agrarbüro und EDV

Beraterinnenteam "Frauen in der Landwirtschaft"
Seminare und Beratungen für alles rund um das Agrarbüro und die Frauen in der Landwirtschaft.
Mehr lesen...Im Fokus: Das Agrarbüro – Online-Reihe mit Rekordbeteiligung abgeschlossen
Mit großem Erfolg ist unsere Onlinereihe "Im Fokus: Das Agrarbüro" ist am 24. Februar zu Ende gegangen! An den insgesamt elf Terminen mit neun Themen waren 528 Teilnahmen zu verzeichnen. Das heißt, im Schnitt …
Mehr lesen...
11 Tipps für mehr PC-Sicherheit
Computerviren und Schädlinge lauern überall: In E-Mail-Anhängen, in kostenlosen Downloads, selbst auf seriösen Internetseiten. Das betrifft nicht nur große Firmen, auch für das Agrarbüro kann es gefä…
Mehr lesen...
Festplatte ist nicht gleich Festplatte
Die Festplatte ist der Mittelpunkt eines Computers. Hier werden das Betriebssystem, persönliche Daten, Bilder, Videos usw. gespeichert. Doch nicht alle Festplatten sind gleich – es gibt unterschiedliche Typen und Einsatzmöglichkeiten.…
Mehr lesen...
Die E-Rechnung ist da - das müssen Sie wissen!
Änderung im Agrarbüro: Seit dem 1. Januar 2025 werden elektronische Rechnungen (kurz: E-Rechnungen) zwischen Unternehmen Pflicht. Was ändert sich? Ist eine pdf-Datei eine E-Rechnung? Welche Schonfristen gelten? Gibt es Vorteile? Wir …
Mehr lesen...
Aus TMG wird DDG - ist Ihr Impressum aktuell?
Das ist wichtig für alle, die eine Website betreiben. Werfen Sie einen Blick in Ihr Impressum und die Datenschutzerklärung. Möglicherweise ist eine kleine Anpassung notwendig.
Mehr lesen...Weitere Arbeitsgebiete
Veranstaltungen

Social-Media-Werkstatt: Instagram – Die Grundlagen für einen erfolgreichen Start
24.06.2025
Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz beim exklusiven Webseminar der Landwirtschaftskammer Niedersachsen - ideal für Anfänger! Möchten Sie in die Welt der Social-Media-Kommunikation eintauchen, sind sich aber unsicher, wie Sie beginnen…
Mehr lesen...
Mein Tag für´s Büro
30.09.2025
Unser Präsenz- Workshop bietet Ihnen die Gelegenheit, Schritt für Schritt Ihren Büroalltag zu ordnen, um einen besseren Überblick zu gewinnen. Wir motivieren und geben nützliche Tipps, um in Zukunft am Ball zu …
Mehr lesen...
AgrarBüromanagerin I
07.10.2025 - 02.12.2025
AgrarBüromanagerin I – qualifiziert und kompetent im Agrarbüro Frauen in der Landwirtschaft nehmen eine Schlüsselposition ein. Damit nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt, sondern auch der Betrieb lä…
Mehr lesen...Drittmittelprojekte

5G Smart Country
Ausgangslage Weltbevölkerungswachstum, Ressourcenverknappung und schwieriger werdende klimatische Bedingungen machen es erforderlich, noch mehr Nahrung zu produzieren. Laut Prognosen muss die landwirtschaftliche Erzeugung mind. um 50% erhö…
Mehr lesen...
Abibewässerung
Ausgangslage Die durch den Klimawandel zunehmend negative klimatische Wasserbilanz in der Vegetationsperiode führt zu einem erhöhten Bedarf an Wasser für die Feldberegnung. Gleichzeitig erfordert die zunehmende Nutzungskonkurrenz um …
Mehr lesen...
ADAM
Ausgangslage ADAM ist ein 42-monatiges transdisziplinäres Forschungs- und Umsetzungsprojekt zur Steigerung der Biodiversität im Intensivgrünland. Es sind Partner aus der Wissenschaft (Bewilligungsempfänger Universität Gö…
Mehr lesen...
AGrON
Ausgangslage In Deutschland gibt es regionale Unterschiede beim landwirtschaftlichen Nährstoffanfall. So gibt es beispielsweise in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Landkreise mit starkem Nährstoffüberschuss, aber auch …
Mehr lesen...
AmmonMind
Ausgangslage Ammoniak (NH3) ist ein Luftschadstoff, der vor allem bei der landwirtschaftlichen Tierhaltung und bei der Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern freigesetzt wird. Die Minderung der NH3-Emissionen ist international …
Mehr lesen...
AQUARIUS
Ausgangslage Die Niederschläge in der östlichen Lüneburger Heide sind deutlich niedriger als im übrigen Niedersachsen. Der eigentliche Wasserbedarf der landwirtschaftlichen Kulturen liegt dann oftmals sogar noch über …
Mehr lesen...