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Landessortenversuche 2024: Sojabohnen

Webcode: 01043870
Stand: 23.01.2025

Der Sojaanbau findet in Niedersachsen zunehmendes Interesse. EIne Steigerung der Anbauflächen findet derzeit aber eher im ökologischen Anbau statt. Dank der züchterischen Aktivitäten stehen auch für niedersächsische Anbaubedingungen erfolgversprechende Sorten zur Verfügung,.

LSV Sojabohnen
LSV SojabohnenChristine Lentz
Die Anbaufläche von Sojabohnen erhöhte sich in Niedersachsen auch 2024 wieder auf nunmehr 1.893 ha insgesamt (Angaben Invekos). Das entspricht einer Zunahme um gut 23 %. Diese Steigerung erfolgte in erster Linie im Bereich des Ökoanbaus, sodass der Ökoanteil bei der Sojafläche von rund 71 % auf 75 % anstieg. Die konventionelle Anbaufläche belief sich demgegenüber auf einen bescheidenen Umfang von unter 500 ha. Im Vergleich zu den anderen Körnerleguminosen nimmt die Soja jetzt den dritten Rang ein und hat die Lupine damit überholt. Dass der Sojaanbau auch für den konventionellen Anbau in Frage kommt, zeigen die positiven Rückmeldungen zahlreicher Landwirte, die in den letzten Jahren die Sojabohne für sich entdeckt haben. Allerdings werden für eine lohnende Vermarktung konventionell erzeugter heimischer Soja in Niedersachsen weiter entsprechende Impulse benötigt.

Anbaubedingungen

Die Sojabohne ist eine sehr wärmeliebende Kultur. Für einen zügigen Aufgang sind Bodentemperaturen ab 10 C bei der Aussaat erforderlich. Daher sollte die Aussaat sich weniger am Kalender orientieren, sondern die Sojabohnen sollten vielmehr dann ausgesät werden, wenn sich eine wärmere Wetterlage einstellt. Liegt das Saatgut tagelang angekeimt im Boden, ist oftmals ein verzettelter Aufgang zu befürchten und im Übrigen steigt die Gefahr durch Vogelfraß. Die anschließende Witterung sollte ebenfalls mit milden Temperaturen (keine Spätfrost-Lagen) und ausreichender Wasserversorgung die Jugendentwicklung unterstützen. Auch während der Abreifephase fördern hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlung eine zügige Reife.

Niedersachsen zählt nicht zu den idealen Anbauregionen für Sojabohnen; Standorte mit leicht erwärmbaren Böden und gesicherter Wasserversorgung eignen sich jedoch für den Anbau von Sorten der frühen Reifegruppe „000“. Sehr frühe Sorten aus der Gruppe „0000“ reifen in der Regel zeitiger ab, sie sind ertraglich jedoch meistens weniger interessant. Die Züchtung entwickelt derzeit auch in Deutschland eine Vielzahl neuer Sorten, was anhand der hohen Anzahl an Prüfkandidaten in der Sojabohnenwertprüfung des Bundessortenamtes (BSA) erkennbar ist. Darunter sind auch zahlreiche Prüfstämme mit geringeren Wärmeansprüchen vertreten, sodass auch für die Anbauregionen in Niedersachsen mehr Sorten mit relativ sicherer Abreife zur Verfügung stehen.

Eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Anbau ist die Impfung des Saatguts mit speziellen Rhizobien für Sojabohnen. Dadurch wird die Stickstoff-Fixierleistung der Pflanzen verbessert und so ihr Ertrag und der Eiweißgehalt erhöht und gesichert. Sojaflächen genießen bei Vögeln und Hasen eine hohe Attraktivität. Um Schäden insgesamt zu minimieren, sollten - insbesondere in gefährdeten Lagen - die Flächen über eine entsprechende Größe ab etwa 5 Hektar verfügen, um einem möglichen Totalausfall durch Vogelfraß vorzubeugen. Ebenso ist der bereits angesprochene zügige Auflauf der Pflanzen zu gewährleisten.

Im konventionellen Sojaanbau wird zur Unkrautunterdrückung in der Regel eine Vorauflauf-Herbizidmaßnahme durchgeführt. Für eine gute Wirkung ist jedoch eine ausreichende Bodenfeuchte wichtig, die nicht in jedem Fall gewährleistet werden kann. Da Sojabohnen zudem erst recht spät den Boden beschatten, hat sich auch hier der Einsatz von Striegel und Hacke (ausreichender Reihenabstand vorausgesetzt) etabliert, um gegebenenfalls noch auflaufende Unkräuter zu beseitigen. Durch den geschickten Einbau der Sojabohne in die Fruchtfolge nach einer Kultur mit geringer Stickstoffnachlieferung kann bereits ein stärkerer Auflauf von beispielsweise Gänsefuß gemindert werden. Um weitere Probleme durch Spätverunkrautung nach dem Abfallen der Blätter der Sojabohnen zu vermeiden, sollten generell Flächen mit geringem und unproblematischen Unkrautdruck bevorzugt für einen erfolgreichen Sojaanbau ausgewählt werden.

Neben ihrem hohen Wärmebedarf benötigt die Sojabohne auch besonders im Zeitraum der Blüte eine ausreichende Wasserversorgung. Dies zeigte sich im Jahr 2022 deutlich, wo durch den gezielten Beregnungseinsatz die Erträge drastisch gesteigert bzw. Mindererträge vermieden werden konnten. Daher ist die Möglichkeit der Beregnung insbesondere auf leichteren Standorten eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Sojaanbau auch in Trockenjahren.

Verwertung und Vermarktung von konventioneller Soja

Die Nachfrage nach heimischem und gentechnikfreiem Eiweiß aus pflanzlicher Erzeugung hält generell an. Von den in Niedersachsen angebauten Körnerleguminosen steht Soja nach Ackerbohnen und Körnererbsen derzeit an dritter Stelle der Anbauflächen. In den letzten Jahren sind auch zunehmend konventionelle Betriebe in den Sojaanbau eingestiegen, einige davon haben sich nach ein bis zwei Jahren jedoch wieder zurückgezogen. Ursachen hierfür waren oftmals Schwierigkeiten bei der Unkrautbekämpfung. Andere Betriebe scheinen die Anfangsprobleme in den Griff bekommen zu haben und werden den Sojaanbau fortführen bzw. ausdehnen, aber auch Neueinsteiger gehen jedes Jahr an den Start.

Aufgrund der enorm gestiegenen Düngerkosten und dem pflanzenbaulichen, aber auch politischen Druck zu einer Erweiterung oftmals enger Getreidefruchtfolgen könnte auch der Sojaanbau in Niedersachsen künftig auf dafür günstigen Standorten profitieren. Allerdings ist zu beachten, dass Ackerbohnen und Körnererbsen bereits zu einem nennenswerten Anteil im Vertragsanbau angebaut werden, während sich dieser bei Sojabohnen erst weiter etablieren muss. Hierzu könnte zum Beispiel auch die Bildung von Erzeugergemeinschaften Hilfestellung bieten, da sich die Vermarkungschancen durch die Bereitstellung größerer vermarktungs­gerechter Warenmengen erhöhen. Auch die Möglichkeit der Zwischenlagerung im eigenen Betrieb kann hier Vorteile bieten.

Witterungsbedingungen 2024

Die Böden hatten sich dank der ergiebigen Niederschläge über den Herbst und Winter wieder sehr gut mit Wasser aufgefüllt, daher konnte auf den zu bestellenden Flächen häufig aus Gründen einer mangelnden Befahrbarkeit erst relativ spät ausgesät werden. Vielfach erfolgte die Aussaat im Zeitraum Ende April bis Mitte Mai. Insbesondere die im Mai gesäten Bestände profitierten durch günstige Bodentemperaturen, wodurch die Auflaufphase entsprechend zügig verlief. Eine Frühsommertrockenheit wie in einigen Vorjahren trat 2024 nicht auf. Die Wasserversorgung durch Niederschläge war in der Regel gut, und ausreichende Bodenfeuchtegehalte begünstigten die Wirkung der Vorauflaufanwendung mit entsprechen­den Herbiziden.

Die Blüte der Sojabestände begann oftmals Ende Juli und regelmäßige Niederschläge sorgten auch weiterhin für eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit auf den etwas höher bonitierten Standorten. Ein Beregnungseinsatz während bzw. nach der Blüte war lediglich auf sehr leichten Standorten erforderlich. Nach der Blüte entwickelten sich die Bestände gleichmäßig weiter und reiften schließlich zügig ab. Vielfach erfolgte die Ernte erst im Oktober, allerdings konnte sie in günstigen Lagen bei recht früher Aussaat bereits im September stattfinden. Die jeweiligen Standortbedingungen und die Wasserversorgung bestimmten auch in diesem Jahr die Ertragsleistung der Sojabestände. Dies wurde auf den Versuchsstandorten ebenfalls wieder deutlich. Laut LSN (Landesamt für Statistik Niedersachsen) wurde ein Durchschnittsertrag von 28,9 dt/ha prognostiziert, der damit gut 2 dt/ha höher als 2023 ausfiel.

Landessortenversuch

Der LSV Sojabohnen wird in Niedersachsen seit acht Jahren auch unter konventionellen Anbaubedingungen angelegt. Entsprechend der nach wie vor geringen Anbaubedeutung liegen allerdings nur wenige Einzelort-Ergebnisse vor. Um deren Aussagekraft zu verbessern, werden auch die Ergebnisse aus den Nachbar-Bundesländern mit in die Verrechnung einbezogen. So liegen der diesjährigen Auswertung Daten der niedersächsischen Standorte Poppenburg (LK HI), Höckelheim (LK NOM) sowie des neu eingerichteten Standortes in Blender (LK VER) zugrunde; ergänzt wurden sie um zwei Standorte aus Nordrhein-Westfalen und den BSA Standort Scharnhorst (Reg. H). Im LSV werden die Ertragsleistung und andere agronomische Eigenschaften sowie das Abreifeverhalten der Sorten für die Praxis geprüft.

Die niedersächsischen LSV-Standorte wurden im Zeitraum Anfang bis Mitte Mai ausgesät und Anfang bis Ende Oktober beerntet.

Auch 2024 wurden vom Bundessortenamt (BSA) insgesamt wieder acht neue Sorten zugelassen, was das zunehmende Interesse der Züchter auch für den deutschen Markt unterstreicht. Unter den Neuanmeldungen befinden sich einige früh abreifende Kandidaten, die potenziell für den Anbau in Niedersachsen geeignet sind. Von den neuzugelassenen Sorten wurden drei Sorten für den LSV ausgewählt. Mit Vineta PZO wurde eine frühreife Sorte (BSA-Note 3) mit eher durchschnittlicher Ertragsleistung aufgenommen, während die beiden anderen Sorten Arnold und Atalana etwas später abreifen (BSA-Note 4), aber deutlich ertragsstärker eingestuft wurden. Mit Cantate PZO, Nessie PZO und Sussex sowie Asterix standen bereits mehrjährig geprüfte Sorten im LSV. Sahara, Stepa und SU Ademira absolvierten das zweite Prüfjahr. Die in den Tabellen langjährig geprüfte Sorte Merlin wurde 2024 allerdings nicht mehr weitergeprüft, aber noch mit dargestellt. Neu auf den Markt kommende und vertriebsfähige EU-Sorten werden derzeit bei der Aufnahme in den LSV nicht berücksichtigt, da keine entsprechenden Vorprüfungsergebnisse vorliegen und im Übrigen ausreichend Kandidaten durch das BSA getestet werden.

Der durchschnittliche Kornertrag lag mit 38,3 dt/ha bei einer Spannbreite von 27 - 45 dt/ha auf Vorjahresniveau. Die starken Ertragsschwankungen im Jahr 2023 traten 2024 weniger ausgeprägt auf.

Von den mehrjährig geprüften Sorten erzielten Asterix und Cantate PZO die höchsten Erträge und erreichten in dieser Gruppe auch mehrjährig die besten Erträge. Aber auch Nessie PZO, die 2024 ertraglich nicht überzeugen konnte, lag mehrjährig nur leicht unter den beiden vorgenannten Sorten. Sussex konnte ein- und mehrjährig ertraglich nicht überzeugen.

Die genannten Sorten sind in den mehrjährigen Zahlen auf unterdurchschnittliche Werte gerutscht, weil viele der neuen Sorten durch ihre Ertragsstärke das Niveau insgesamt stark beeinflusst haben; dies muss allerdings in den Folgejahren auch bestätigt werden. Hierzu zählen von den zweijährig geprüften Sorten Sahara und SU Ademira mit sowohl einjährig als auch mehrjährig überdurchschnittlichen Ergebnissen. Stepa hingegen erreichte unterdurchschnittliche Werte. Ertraglich am besten schnitten 2024 die neuen Sorten Arnold und Atalana ab. Die früh abreifende Sorte Vineta PZO bestätigte die schwächere BSA-Ertragseinstufung.

Der durchschnittliche Rohproteingehalt (RP-Gehalt) lag in den Versuchen mit 43,9 % in der TM höher als im Vorjahr und damit auf einem guten Niveau. Da jedoch nur eine geringe Datenbasis zur Verfügung steht, sollte für die Sortenbeurteilung auch hier die mehrjährige Verrechnung herangezogen werden. Wie im Vorjahr konnte bei den mehrjährig geprüften Sorten Cantate PZO mit rel. 102 überzeugen. Noch höhere Werte erzielte die zweijährig geprüfte Sorte Stepa mit rel. 103. Es folgen Sussex, Sahara, und Asterix. Von den neuen Sorten lieferte die ertragsstarke Atalana mit rel.102 auch sehr gute RP-Gehalte. Insgesamt werden die durch das BSA vorgenommenen Einstufungen recht gut bestätigt.

Zu den geprüften Sorten im Einzelnen

In der zusammenfassenden Tabelle sind neben den Ertrags- und RP-Einstufungen auch weitere Parameter wie Abreife und Standfestigkeit auf Basis der bisher vorliegenden Einstufungen aus den LSVs beschrieben und den BSA-Noten vergleichend gegenübergestellt.

Cantate PZO konnte wie im Vorjahr sowohl durch hohe Erträge als auch RP-Gehalte überzeugen und zählt von den mehrjährig geprüften Sorten zu den ertragsstärksten. Sie reift allerdings etwas später ab bei insgesamt eher durchschnittlicher Standfestigkeit. Besonders für klimatisch günstige Lage kommt sie für den Anbau in Frage.

Nessie PZO konnte in ihrem fünften Prüfjahr ertraglich nicht überzeugen und fällt im mehrjährigen Vergleich etwas ab. Bei den RP-Gehalten liegt sie leicht unterdurchschnittlich. Die Sorte reift sowohl im Korn als auch in der Restpflanze recht früh ab. In der Kombination der Eigenschaften bietet sie sich in jedem Fall für den Anbau an, vor allem auch in klimatisch eher ungünstigeren Lagen.

Die frühreife Sorte Sussex konnte auch 2024 nicht an die sehr guten 2022er Leistungen anknüpfen und fällt daher auf ein mehrjährig betrachtet unterdurchschnittliches Ergebnis zurück. Zu den positiven Eigenschaften zählen neben der guten Abreife die hohen RP-Gehalte und eine mittlere Standfestigkeit.

Die Sorte Asterix zählt nach dem 4. Prüfjahr ebenfalls zu den ertragsstärksten mehrjährig geprüften Sorten. Bei einer mittleren Abreife und guten RP-Gehalten zeichnet sich die Sorte auch durch eine sehr gute Standfestigkeit aus, sodass sie sich sicherlich allgemein für den Anbau eignet.

Von den zweijährig geprüften Sorten konnten SU Ademira und Sahara auch unter Einbindung von Vorergebnissen deutlich überdurchschnittliche Ertragsleistungen erzielen, wobei Sahara bessere Ergebnisse im RP-Gehalt erreichte, die bei SU Ademira leicht unter dem Durchschnitt lagen. Stepa hingegen fiel aufgrund der 2024er Erträge auch mehrjährig zurück. Positiv hervorzuheben sind die sehr hohen RP-Gehalte sowie die frühe Abreife in Korn und Restpflanze bei leicht überdurchschnittlicher Standfestigkeit.

Die sehr frühreife und erstmalig im LSV geprüfte Sorte Vineta PZO konnte ertraglich gegenüber den später abreifenden Sorten nicht mithalten. Besonders hervorzuheben ist die Frühreife in der Restpflanze bei allerdings dadurch bedingter Schwäche in der Standfestigkeit; wenn sie wie im LSV Sortiment tendenziell zu spät geerntet wird.

Arnold und Atalana zählen zu den ertragsstärksten Sorten, wobei Letztgenannte auch im RP-Gehalt überzeugen konnte. Beide Sorten weisen eine hohe Standfestigkeit auf und Arnold scheint in der Abreife etwas früher zu sein, sowohl in der Korn- als auch in der Restpflanzenabreife. Sie kommen damit beide für einen möglichen Probeanbau in Frage.

Merlin wurde im Jahr 2024 nicht mehr weitergeprüft. Aufgrund ihrer Frohwüchsigkeit und ihrer sehr guten Kältetoleranz wurde sie vielfach als „Einstiegssorte“ angebaut. Ihre Leistungen im Ertrag und im RP-Gehalt lagen in den letzten Jahren allerdings regelmäßig auf einem unterdurchschnittlichen Niveau und sie wird zunehmend durch neuere, ebenfalls frühreife Sorten abgelöst.

Fazit für den konventionellen Anbau

Während sich die Ökoanbaufläche noch spürbar erhöht hat, stagniert im Prinzip die konventionelle Anbaufläche von Sojabohnen. Hier müssten in erster Linie positive und nachhaltige Vermarktungsimpulse erkennbar sein, um dies zu ändern. Vor dem Anbau der Sojabohnen sollte daher in jedem Fall die Vermarktung bzw. Nutzung im Vorfeld geklärt sein, um eine entsprechende Absicherung zu haben.

Aber auch die Anbausicherheit der Sojabohnen von der Etablierung weitgehend unkrautfreier Bestände bis hin zur sicheren Abreife und Ernte ist für den weiteren Erfolg dieser Kultur von großer Bedeutung. Die jährlichen und standörtlichen Ertragsschwankungen zeigen, dass oftmals die Anbauerfahrungen noch verbessert werden müssen. Hier bieten frohwüchsige und frühreife Sorten Vorteile. Durch die Kombination von chemischen und mechanischen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen könnte die Anbausicherheit sicherlich erhöht werden.

Für die wirtschaftliche Betrachtung des Sojaanbaus sind bei dessen Einbindung in bisherige enge, getreidedominierte Fruchtfolgen auch die positiven Fruchtfolgewirkungen zu berücksichtigen und entsprechend ökonomisch mit einzubeziehen. Vor allem in den klimatisch günstigeren Regionen mit ausreichender Wasserversorgung - auf leichteren Standorten die Möglichkeit der Beregnung - könnte auch in Niedersachsen der Sojaanbau zukunftsfähig sein. Von Seiten der Züchtung gehen zahlreiche neue und erfolgversprechende Sorten an den Start, die auch für die niedersächsischen Anbaubedingungen in Frage kommen.