Minigarten in Hochform - Das Hochbeet
Nicht jeder Gemüseliebhaber verfügt über einen großen Garten, in dem er knackige Möhren und frischen Salat selbst ziehen kann.
Eine einfache wie leckere Lösung gibt es bereits: Tomaten und Kräuter aus dem Pflanzkübel. Als Alternative bietet sich ein platzsparendes Hochbeet an. Hier erreichen Sie gute Erträge auf kleinstem Raum.

Ein Hochbeet kann auf kleinstem Raum im Vorgarten oder sogar als rundum geschlossenes Modell auf der Terrasse aufgestellt werden. Dank der rückenfreundlichen Höhe und bequemen Erreichbarkeit ist dieser Garten im Miniformat insbesondere sehr gut geeignet für ältere Hobbygärtner*innen.
Durch seinen besonderen Aufbau – ein Hochbeet besteht aus mehreren Schichten organischen Gartenabfalls, Holz, Laub und Erde – und den darin ablaufenden Verrottungsprozessen entsteht erheblich mehr Wärme als in einem klassischen Flachbeet. Diese heizt die Anbaufläche von unten an und sorgt somit für ideale Wachstumsbedingungen gerade für wärmeliebende Pflanzen wie Tomate und Zucchini.
Gurke vor Tomate
Bei der Bepflanzung ist Folgendes zu beachten: in den ersten beiden Jahren empfehlen sich sogenannte Starkzehrer (hoher Stickstoffbedarf) wie Lauch, Gurken, Sellerie, Tomate (niedrige Buschtomaten) und Zucchini .Kopfsalat und Spinat als Schwachzehrer sollten daher erst ab dem dritten Jahr ausgesät werden. Der Verrottungsprozess währt abhängig vom Füllmaterial zwischen fünf und sieben Jahren. Nach dieser Zeit kann die entstandene Humuserde anderweitig eingesetzt werden und das Hochbeet neu befüllt werden.
Einfach selbst bauen
Als Material für ein Hochbeet bietet sich schwer verrottbares Holz wie Douglasie, Eiche, Lärche oder Robinie an. Eine günstige Variante ist Leim- oder Palettenholz. Aufgemauerte Steine oder Cortenstahl eignen sich ebenfalls als Rahmen für ein Hochbeet.
Alle Hochbeete, die auf gewachsenem Boden stehen, sollten zum Schutz vor Wühlmäusen unten mit einem Maschendraht (max. Maschenweite: 12 mm) gesichert werden. Zur Auskleidung der Innenwände eines Hochbeetes aus Holz empfiehlt sich Noppenfolie.
Damit das Holz keinen direkten Kontakt zur Feuchtigkeit des Unterbodens hat, sollten z. B. Betonplatten oder Pflastersteine unter den Holzrahmen gelegt werden.
Schicht für Schicht
Die unterste Schicht dieses kleinen Gemüsegartens besteht aus grobem Häckselgut, Ästen und Zweigen und sorgt für eine gute Durchlüftung des gesamten Hochbeets. Darauf folgen grobe Gartenabfälle, eventuell Grassoden sowie eine Schicht aus Laub. Das Ganze bis zum Laub gut herunterdrücken bzw. festtreten. Im Anschluss kann eine dicke Lage Grobkompost verwertet werden. Den Abschluss bildet eine ca. 25 Zentimeter starke Schicht aus krümeligem Feinkompost und Gartenerde.
Tipp
Damit keine Hohlräume entstehen, bei jeder Schicht einige Schaufeln Erde sowie Urgesteinsmehl einstreuen. Außerdem sollte das Material beim Auffüllen jeweils mit etwas Wasser befeuchtet werden, denn nur so kann die Bodenfeuchtigkeit bis nach oben aufsteigen.
Im Laufe der Zeit wird das Hochbeet um einige Zentimeter absacken, zum Wiederauffüllen eignen sich Kompost, Erde und Rohkompost. Da sich das Hochbeet quasi selbst ständig mit Dünger und Nährstoffen versorgt, bietet diese Form des Gemüseanbaus in den ersten zwei Jahren besonders reiche Erträge.
Gerne stehe ich für Rückfragen und weitere Informationen zur Verfügung.
Unter dem Titel „Reiche Ernte auf kleinem Raum – Wie wärs mit einem Hochbeet?“ bieten wir regelmäßig Seminare an, bzw. kann dieses Thema auch als Vortrag für Gruppen gebucht werden.
Kontakte

Christiane Rehkamp
Beraterin Garten, Hof- und Dorfgrün, Fachberaterin LandFrauen
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