Machen Sie auch mobil eine gute Figur
Die Surfer von heute sind mobil unterwegs. Web-App oder native App, responsive Webdesign oder doch lieber die alt bewährte mobile Website - wo liegt die optimale Lösung? Wir zeigen, welche Aspekte wichtig sind, um mobil fit zu sein.

Kennen Sie das? Sie sind mit dem Smartphone oder Tablet im Netz unterwegs und es hakt. Es dauert ewig, bis die Bilder geladen sind, die Seite ist zu voll, die Schrift zu klein und nichts ist lesbar. Und dann? Sie klicken sie weg und schauen sie nie wieder an! Manchmal kommt es eben doch nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch auf die Form. Und die muss passen: Auf dem Desktop, auf dem Tablet und auf dem Smartphone.
Warum ist mobil wichtig?
Suchmaschinen bevorzugen mobile Webseiten und zeigen sie in den Suchergebnissen ganz oben an. Die Rede ist vom Mobile First Index. Google, Yahoo, Bing und Co. stufen nicht mobile Seiten als weniger relevant ein. Das bedeutet, sie landen weiter hinten in den Suchergebnissen, werden also schlechter gefunden und seltener aufgerufen.
Warum läuft eine "normale" Website nicht auf mobilen Geräten?
Was auf dem großen Monitor im Büro eine gute Figur macht, passt nicht auf das kleine Display eines Smartphones. Die Seite verliert ihr Format: Buttons sitzen nicht mehr an der richtigen Stelle, Texte brechen falsch um, Bilder verrutschen. Riesige Datenmengen führen zu langen Ladezeiten und fressen das Datenvolumen in Windeseile auf.
Was macht eine gute mobile Seite aus?
Eine mobile Seite ist eine Ergänzung zur Desktop-Variante und genauso attraktiv wie ihre große Schwester, nur abgespeckt. Wichtig sind kurze und informative Texte, Kontakt- und Hintergrundinformationen. Mobile Seiten müssen schnell da sein, deshalb sind kleine Bilddateien wichtig. Dauert das Laden zu lange, springt der Besucher ab.
Die Funktionen sollen begeistern und das Leben erleichtern, etwa durch direkte Anrufmöglichkeit und Navigation. Öffnungszeiten sind Pflicht! Boni für die Kunden können auch die Angebote der Woche oder die Speisekarte sein. Dateien im pdf-Format eignen sich nicht. Die lange Ladezeit vergrault jeden Besucher.
Mobil ist weniger mehr.
Wer mobil unterwegs ist, hat keine Maus, sondern ist auf den Touchscreen angewiesen. Deshalb müssen größere Buttons her, damit auch dickere Finger klarkommen. Die Inhalte stehen oft untereinander.
Bilder sind wichtig, doch setzen Sie Ihre Prioritäten. Sind wirklich alle Bilder notwendig? Oft ist weniger mehr. Hochauflösende Bilder müssen für mobile Seiten komprimiert werden. Das bedeutet, Hintergrundinformationen wie Datums- und Zeitangaben werden entfernt. Eventuell lassen sich Bilder durch Text oder Cascading Style Sheets (CSS) ersetzen. Damit können Layout, Formen und Effekte in nur wenigen Zeilen Code abgebildet werden. Folge: Kürzere Ladezeiten. Das begeistert potenzielle Kunden.
Auch mit dem richtigen Bildformat kann die Seitengröße reduziert werden. Hilfreich ist zum Beispiel WebP, ein Dateiformat von Google. Fotos und Bilder lassen sich um bis zu 30 Prozent stärker komprimieren als mit JPEG, und zwar ohne Qualitätsverluste.
Es gibt vier Möglichkeiten, eine Webseite für mobile Geräte anzupassen.
Der Klassiker: die mobile Website
Eine mobile Webseite wird extra für mobile Endgeräte gestaltet. Es ist eine eigenständige Seite. Sie ist so programmiert, dass sie sich in Größe und Breite dem jeweiligen Monitor anpasst. Mobile Seiten werden über einen Browser (etwa Google Chrome oder Microsoft Edge) aufgerufen.
Wer eine mobile Seite hat, muss sie extra pflegen. Denn die Inhalte sind nicht deckungsgleich mit der Desktop-Variante. Eine mobile Seite hat eine eigene Adresse. Beispiel: https://www.hofladen-mueller.de führt zur "normalen" Webseite. Die Adresse für die mobile Seite lautet https://m.hofladen-mueller.de.
Schlau: Responsive Webseiten
Die Erklärung steckt im Namen: Das englische Wort responsive bedeutet reagierend. Erkennt der Server etwa ein Smartphone, stellt er automatisch die entsprechend programmierte Seite zur Verfügung. Die Seite macht immer eine gute Figur, egal ob der Besucher am Desktop-PC im Büro oder mit dem Smartphone surft.
Der Vorteil: Es gibt keine zwei Versionen der Website, sondern nur eine. Alle Inhalte sind in die selbe Vorlage integriert, müssen also nur einmal eingegeben werden.
Web-Apps
Webapplikationen (kurz: Web-Apps) sind Anwendungsprogramme, die auf dem so genannten Server-Client-Modell basieren. Der Client ist der Teil der App, den der Nutzer sieht. Der Client kommuniziert mit dem Server, auf dem die Web-App liegt. Eine Web-App muss nicht installiert werden, man ruft sie über den Browser auf. Mobile Webseiten und Web-Apps sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Die Unterschiede liegen in der Programmierung. Das Besondere: Bei der Nutzung entstehen sogenannte Session-Daten (beispielsweise Bestelldaten in einem Onlineshop). Diese Daten werden gespeichert. Darüber bekommt der Anbieter Infos über seine Kunden. Apps sind dann sinnvoll, wenn es um Buchungen, Preisvergleiche und Bestellungen geht.
Native Apps aus den Stores
Speziell programmiert werden muss eine so genannte native App. Sie ist zugeschnitten auf die unterschiedlichen Betriebssysteme der mobilen Geräte, etwa iOS von Apple und Android von Google. Diese Apps muss der Kunde in den Stores herunterladen und installieren. Dann laufen sie auf dem Smartphone des Kunden, sogar, wenn er offline ist. Ist die App erstmal installiert, ist sie dauernd im Blickfeld, genau wie die "großen" Apps wie WhatsApp oder Instagram. Das lohnt sich eher für große Unternehmen, etwa Online-Shops.
Was ist für wen geeignet?
- Die kostengünstigste Lösung ist die mobile Webseite. Sie ist vom Desktop-Original klar getrennt und kann jederzeit unabhängig davon programmiert werden.
- Das funktioniert bei einer responsiven Seite nicht so einfach. Denn hier muss alles umgebaut werden, was die Sache schnell zu einer Herkulesaufgabe macht.
- Wer einen neuen Internetauftritt plant, ist mit einer responsiven Seiten am besten bedient. Ist sie erstmal gestaltet, müssen neue Inhalt einmal eingearbeitet werden.
- Für einen Online-Shop eignet sich eine App. Die Frage ist nur, ob als Web-App oder native App. Die Webanwendungen sind zwar schneller entwickelt und können von den Nutzern ohne Installation verwendet werden. Die nativen Apps haben in Sachen Vermarktung und Funktionsvielfalt die Nase vorn, haben aber auch ihren Preis.
Der Profi hilft
Eine Website ist die Visitenkarte eines Unternehmens. Es lohnt sich also, Geld in die Hand zu nehmen. Verlassen Sie sich auf die Erfahrung einer guten Agentur. Webdesigner konzipieren und gestalten Seiten und verstehen ihr Handwerk. Für 5.000 EUR bekommen Sie ein gutes Paket. Es geht aber auch günstiger und teurer, je nach Funktionen und Anzahl der Unterseiten.
Langfristig gedacht lohnt sich die Investition, denn eine mobile Seite – in welcher Form auch immer – ist Pflicht. Die Zugriffsdaten von mobilen Geräten wachsen von Jahr zu Jahr.
Kontakte

Anne Dirking
Allgemeine Weiterbildung, Agrarbüro und EDV

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